Warum ich keinen Fuß mehr in einen BVG Bus setze*

Letztens war ich mal wieder in Berlin unterwegs – was häufiger passiert, wenn man dort lebt – und dabei ist mir so etwas passiert, nachdem man entscheidet: So geht das nicht weiter. Natürlich hat dieses Geschehnis mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zutun. Nein, es geht diesmal nicht um die S-Bahn – die ist in letzter Zeit pünktlich.

Um jedoch die Welt nicht aus dem Gleichgewicht bringen, ist es nicht mehr die Deutsche Bahn, sondern die BVG, die einen den Tag ein bisschen versalzen will.

Am besten beschreibt jedoch die E-Mail, die ich an die BVG geschrieben habe, was passiert ist. Die E-Mail wurde durchaus beantwortet – aber mehr dazu später.

[…] ich bin ein geduldiger Kunde. Ich warte bei Minustemperaturen, wenn die S-Bahn (ja, gehört zur DB) nicht kommt, ich warte wenn ich den zu früh gekommenen Bus verpasst habe im Regen. Aber wo ich keine Geduld mehr habe ist, wenn ich vor einem pünktlichen Bus stehe und nicht reingelassen werde.

So stehe ich heute, wie fast jeden Abend, auf der falschen Straßenseite – aufgrund einer nicht allzu durchdachten Ampelschaltung – und sehe wie mein Bus kommt. Da ist natürlich die Freude groß, wenn die Ampel für mich grün wird bevor der Bus die Haltestelle erreicht und ich mich – bei überdurchschnittlicher Bewegungsgeschwindigkeit – zum Bus begeben kann. Noch 5 Meter, die Türen öffnen sich und ein paar Leute kommen raus, noch 2 Meter, die Türen gehen wieder zu, aber der Bus steht ja noch – und ich davor.
Der Bus fährt los und ich bleibe draußen… An der roten Ampel wartend, nutze ich die Chance an die Tür zu klopfen – aber meine Vermutung bestätigt sich: Mit Kopfhörern im Ohr, kann man schwer einen klopfenden Fahrgast hören. Also bleiben die restlichen paar Sekunden bis es grün wird für einen entrüsteten Blick […].
Also mache ich nun einen Nachtspaziergang nach Hause von der Bus Haltestelle Frühlingstr. um 19:30 (ungefähr, ich war ja mit den Gedanken etwas woanders als der Uhr). Vermutlich ist der dunkle Park bei Nacht eh sicherer als in einem Bus zu sitzen, in dem der Fahrer nicht mal in den Rückspiegel schaut. […]

Ich habe also eine Antwort bekommen, die kurz vor dem ersten Veröffentlichungstermin dieses Artikels kam, also einen Monat nachdem ich die E-Mail geschickt habe. Es wurde in der E-Mail der Teil geklärt, den sich jeder denken kann – dass der Busfahrer beim Losfahren sich auf das Losfahren konzentriert. Gut – damit wäre die spätere Hälfte des Vorfalls geklärt, die (für mich wichtigere) nicht: Wie kann es sein, dass der Fahrer die Türen schließt, obwohl ich im Rückspiegel hätte sichtbar sein müssen?

 

*Manchmal muss man in Berlin leider mit dem Bus fahren, da die S-Bahn sich inzwischen überlegt hat, doch nicht so nett zu sein und wichtige Teile des Netzes zu sperren. Außerdem ist die Abdeckung der BVG natürlich deutlich besser, als die des S-Bahn (Deutsche Bahn)

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