Das Geheimnis hinter Informatik

Informatik, im Englischen Computer Science – Wissenschaft der Computer, ist momentan die vielleicht meistgefragteste Wissenschaft, mit deren Forschungsergebnissen wir auch durchgängig in Berührung kommen.

Dennoch gibt es viele Vorurteile und -behalte gegenüber dieser “Königsdisziplin”. Die meisten Leute haben vermutlich gar keine richtige Vorstellung, was hinter unserer digitalen Welt steckt und was die vielen blassen Nerds bei Google, Apple, Microsoft und co. machen. Ich möchte hier den Schleier ein bisschen Lüften und im nächsten Artikel, für Interessierte, auch Anfangen zu helfen, ihren Anfang in dieser Wissenschaft zu machen.

Lektion 1 – Wer dahinter steckt: Es sind meistens keine blassen Nerds in dunklen Räumen, sondern die unterschiedlichsten Leute aus der ganzen Welt in Büros mit großen Fensterflächen, die unsere digitalen Lösungen entwickeln. Die Software kommt vor allem nicht nur von Google, Apple und Microsoft, sondern sie steckt überall – vom Auto bis zur Waschmaschine.

Lektion 2 – Was dahinter steckt: Programme werden programmiert, denn der Computer versteht nur Programmiersprachen – deswegen lernen Informatikstudenten zu programmieren. Das stimmt, aber es macht nur ein Bruchteil der Informatik aus. Informatik ist eine Wissenschaft. Es geht also darum die Konzepte und Konstrukte dahinter zu verstehen – vor allem die mathematischen, denn Informatik basiert ganz unten an nur auf Mathematik – so wie alles.
0 und 1, das sind zwei Zahlen, die zwei Zustände die ein Transistor kennt. Mit diesen beiden Zahlen rechnet der Computer – mit keiner mehr und keiner weniger. Da fängt die Geschichte an und geht bis dahin, dass man versucht vorherzusagen, welche Werbung dir am meisten gefallen wird in diesem Moment.
In der Informatik geht es also die meiste Zeit darum, zu überlegen, wie man Probleme allgemeingültig löst und dies dann in ein Programm zu quetschen.

Lektion 3 – Wieviel dahinter steckt: Informatiker kennen sich nur mit ihren Fach aus und kommunizieren mit Zahlen. Wenn das so wäre, dann wäre das einzige Einsatzgebiet von Computern vermutlich nur der (heutige) Taschenrechner. Wie schon erwähnt, kommt die Informatik in so gut wie jedem digitalen Gerät zum Einsatz und das setzt vorraus, dass sich die Entwickler der Software oftmals stark mit dem Thema auseinandersetzen und sich in den Anwender hineinversetzen – das merkt man zum Beispiel bei Benutzeroberflächen* und dem Verhalten des Programmes, je nachdem wo man hinklickt.
Ein Informatiker arbeitet auch nicht nur unter seinesgleichen – im Gegenteil. Wie schon mehrfach erwähnt, arbeitet er meistens an Produkten, die zwar technischer Natur sind aber nicht ein nicht-technisches Problem lösen, zum Beispiel den Abwasch spülen. So ist er also im Team und Unternehmen mit Leuten aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammen – und am wichtigsten: Wenn das Produkt am Ende dem Kunden oder einem Manager vorgestellt wird, dann muss auch der Informatiker seine Software, Personen erklären können, die nicht wissen, was NP-Vollständigkeit bedeutet

* Die zum Glück meistens nicht von den Programmierern entworfen werden ;).

Was die Informatik beschäftigt: Die Informatik beschäftigt sich natürlich nicht nur mit Wasch- und Spülmaschinen. Momentan sind die Gesprächsthemen vor allem selbsfahrende Autos, personalisierte Werbung, Vernetzung von Geräten über das Internet, Internetsicherheit und AlphaGo. Was übrigens überwiegend Big Data und künstliche Intelligenz Themen sind.

Die Informatik ist also eine spannende Wissenschaft, in der es darum geht neue Wege zu finden und die Möglichkeiten der Menschheit zu erweitern. In seinem Beruf kann man es beliebig vielfältig und aufregend haben – und sich in jede Menge Richtungen vertiefen: Von Software-Architektur und Datenbanken über Sicherheit bishin zu Künstlicher Intelligenz.

Wie du in dieses Thema einsteigen kannst und welche Tipps ich habe, falls du es sogar studieren möchtest (bald ist es ja wieder soweit, dass mehr als 400.000 Leute ihre Hochschulreife erlangen), liest du in Teil 2.

Thanks to the CPU Icon from Maxim Basinski.

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